Ein Heft gegen Stolpersteine in der Grundschule

Arbeitshefte sollen Anhaltspunkte für SprachtrainerInnen und LehrerInnen bieten

Die schwierigsten Aufgaben, an denen Kinder immer wieder hängen bleiben, zusammengefasst und thematisch und visuell aufbereitet: Darauf zielen die neuen Arbeitshefte der InSL ab. Wer die Arbeitshefte der InSL als „Rüstmaterial“ beschreibt, hat die Intention und den Gedanken dahinter verstanden. So auch Monika Bayer – bei ihr ist es allerdings auch nicht verwunderlich, denn sie war von Anfang an in den Entstehungsprozess miteingebunden. Nach ihrer Pension als Grundschullehrerin und Schulleiterin arbeitet sie seit drei Jahren für die InSL. Kein Wunder, dass Geschäftsführerin Dr. Kristina Edel da als erstes an Frau Bayer dachte, als die Idee der Arbeitshefte aufkam. „Aktuell arbeiten Frau Edel, Frau Schlupp-Ansinn und ich an den Heften für die Grundschule“, erklärt Monika Bayer. „Es kommen immer wieder Stolpersteine beim Inhalt auf, die vor allem für mehrsprachige Kinder schwierig sind. Diese haben wir nun strukturiert in Arbeitsheften festgehalten.“ Pro Jahrgang sollte so ein Konzept herausgebracht werden, dass sowohl für die Sprachtrainer als auch für die Lehrer Anhaltspunkte für die Gestaltung der Stunden liefert. Geplant ist es, in den vier Heften Aufgaben aus Deutsch und Mathematik zu thematisieren, die die meisten Schwierigkeiten bereiten und wichtig sind. „In Mathe sind es ganz klar die Sachaufgaben“, ist sich die ehemalige Schulleiterin sicher. Und weiter: „Ich habe mich immer gefragt, ob die Kinder die Aufgabe mathematisch nicht verstehen oder es am Deutsch Verständnisliegt.“ Um das zu vermeiden, sind die Hefte zudem themendurchlässig aufgebaut. „Das bedeutet, dass ein dritte Klasse Schüler auch das Heft aus der ersten Klasse benutzen kann, wenn ihm hier noch die Grundlagen fehlen“, erklärt die Pensionärin. Somit seien die Hefte für alle verwendbar, auch für einsprachig deutsche Kinder. Denn, wie Frau Bayer betont, seien die Grundlagen vergleichbar mit einer sich ausweitenden Spirale – eben der Grundstein für alles weitere. Mit ihrer jahrelangen Erfahrung und der Affinität für Mathematik war Frau Bayer so maßgeblich in den Prozess eingebunden. „Ich habe die Mathe Blätter entwickelt, Korrekturgelesen und das Design angeglichen.“ Das war der Pensionärin ein Anliegen, da sie von Anfang an die InSL unterstützte. Sie wolle mit dran bleiben und die vermeintlich Schwachen fördern, erzählt sie. Und das hat sich ausgezahlt: Die Hefte für die erste und dritte Klasse sind fertig. Die weiteren Arbeitshefte werden 2020 fertig gestellt. „In der vierten Klasse konzentrieren wir uns dann thematisch eher auf Sachaufgaben und umfassende Themen“, erklärt Bayer. Wir sind gespannt!

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