Auf altersgemäßen Entdeckungstouren durch die Sprache

Aktualisiert: Apr 9

„Alltagssprache erwirbt man. Bildungssprache muss gelernt werden.“ Mit diesem Konzept beginnt die Sprachbildung der InSL bereits im Kindergarten. Von Anfang an sollen die Kleinen sprachlich gefördert werden, sodass ihnen später im Alltag und Berufsleben alle Möglichkeiten offen stehen und sie sich gut einbringen können. Ab drei Jahren heißt es deshalb für die kleinen Abenteurer eine neue, sprachliche Welt zu entdecken. Der Verein stellt eine Insel dar, die mit jeder Altersklasse auf sprachliche Entdeckungsreise geht.


Durchgängigen Sprachbildung


Das Konzept der InSL beruht auf der Idee der durchgängigen Sprachbildung. Ein Kriterium dessen betont die Nachhaltigkeit: Mindestens acht Jahre lang muss die Sprachbildung entlang der Bildungsbiographie des Kindes erfolgen. Das setzt die InSL mit verschiedenen Angeboten, ergänzend zum Unterricht im Regelablauf der Schule, mit verschiedenen Angeboten um. Immer mit Unterstützung von externen Sprachtrainern, finden altersgemäße Sprachbildungskurse in den Kitas und Schulen sowie den Schulungsräumen der InSL statt.


SPRACHPIRATEN


Angefangen wird bereits im Kindergarten mit den sogenannten SPRACHPIRATEN. Dieses Angebot richtet sich an Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Die Förderung beginnt kurz nach dem Eintritt in den Kindergarten und ist nicht beendet, bis die Kinder eingeschult werden. Das Programm zielt darauf ab, über Sprache und Bewegung bildungssprachliche Kompetenzen zu fördern. Dabei wird nicht nur auf sprachliche Kompetenzen Wert gelegt, sondern auch auf die sozialen sowie emotionalen Fertigkeiten. Sprachtrainerin Chantal Bechtloff erklärt das System in seiner praktischen Ausführung: „Bei uns geht es unter anderem darum, das dialogische Lesen zu fördern und den aktiven Wortschatz zu erweitern. So spielen wir mit den Kindern zum Beispiel Memory, da dies sehr gut geeignet ist, um Artikel und Pluralbildungen zu üben, also aus dem Apfel werden dann als Pärchen die Äpfel. Manchmal lasse ich die Kinder in Gruppen auch pantomimisch Verben darstellen.“ Das stärke nicht nur den Wortschatz, sondern auch das Miteinander.


SPRACHDETEKTIVE


Nach dem Kindergarten ist die Grundschule dran: Auch hier steht die InSL den Kindern und Familien unterstützend zur Seite. Bei den SPRACHDETEKTIVEN werden Kinder der ersten bis vierten Klasse von speziell ausgebildeten SprachtrainerInnen unterrichtet. Der Kurs findet vormittags in den Räumen der kooperierenden Schulen statt und behandelt vor allem die „Schulsprache Deutsch“. Zusätzlich wird selbstverständlich auch der natürliche Spracherwerb trainiert.


In den ersten beiden Klassen geht es primär um die Wortschatzerweiterung und Vermittlung der Silbenstruktur, während in der dritten Klasse der Fokus eher auf der schriftlichen Erzählkompetenz liegt, zum Beispiel in Form von Aufsätzen oder mathematischen Textaufgaben. In der letzten Grundschulklasse werden die Kinder auf die weiterführende Schule vorbereitet. Das geschieht durch Vertiefungen der Grammatik und den Aufbau eines Fachwortschatzes.


Übrigens: Spielerische Vermittlung und Bewegung stehen in allen Altersstufen im Fokus. „Wir üben mit den Kindern Wortschatz, Erzählkompetenz und Grammatik. Der Unterricht beginnt spielerisch, mündlich und ganzheitlich und mündet in ein spezielles Grammatiktraining“, fasst Sprachtrainierin Karmela Kulauzovic zusammen. Sie versuche, den Kindern genau das anzubieten, was sie benötigen. Der Erfolg liege hierbei in der individuellen Förderung.


SPRACHFORSCHER


Der letzte Schritt der ganzheitlichen Sprachbildung ist schließlich die weiterführende Schule mit den SPRACHFORSCHERN. Ab Klasse 5 bis zu dem von dem Jugendlichen gewählten Schulabschluss, wird die Sprachbetreuung weitergeführt.

In einer weiterführenden Schule liegt der Fokus im sprachbildenden Unterricht nun mehr denn je auf der Fachsprache. Um hier Erfolg zu garantieren, werden schriftsprachliche Fertigkeiten aufgebaut. Zusätzlich wird der Wortschatz so trainiert, dass er dem des Fachunterrichts angepasst ist.

„Wir sind aber keine klassische Hausaufgabenhilfe, sondern versuchen eher, den Kindern das sprachliche Lernen an sich beizubringen“, erklärt Geschäftsführerin Dr. Kristina Edel. Der Schwerpunkt liege dabei auf den Herausforderungen komplexer Fachtexte. Der fachsprachliche Wortschatz würde analysiert, erklärt und verinnerlicht werden. Auch spezielle grammatische Strukturen verschiedener Textsorten spielen eine Rolle. Die Sprachbildung der InSL legt großen Wert darauf, die Kinder in ihrer gesamten Entwicklung zu unterstützen und zu fördern. Damit alle Kinder gleichberechtigt sind und dieselben Chancen auf Bildung bekommen, stellt die InSL alle Kurse kostenlos, beziehungsweise sehr kostengünstig, zur Verfügung.


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